Neue SEPA-Formate 2026: Umstellung in Portolan EVM jetzt vorbereiten

Neuer Fix-Stand und EVM-Client müssen bis zum 15. November 2026 installiert sein

 

Unternehmen, die ihren Zahlungsverkehr mit Portolan EVM abwickeln, müssen ihre Systemumgebung auf die neuen SEPA- und Auslandszahlungsformate vorbereiten. Der Stichtag für die Umstellung ist der 15. November 2026.

Für die technische Umstellung sind zwei Schritte erforderlich:

  1. Auf dem IBM Power System mit IBM i muss der für die neuen Zahlungsformate erforderliche aktuelle Programm-Fix-Stand installiert werden.
  2. Auf allen Arbeitsplätzen, an denen Portolan EVM genutzt wird, muss der aktuelle EVM-Client installiert sein.

Zusätzlich sollten Unternehmen mit ihren Hausbanken abstimmen, welche Annahmefristen und Freischaltungen für die neuen Formate gelten. Auch externe Fachinformationen empfehlen ausdrücklich, die konkreten Übergangsfristen direkt mit der jeweiligen Bank zu klären.

Handlungsbedarf bis 15. November 2026

Prüfen und planen Sie jetzt diese vier Punkte:

 

✓ Erforderlichen aktuellen Programm-Fix-Stand auf IBM i installieren
✓ Aktuellen EVM-Client auf allen genutzten Arbeitsplätzen installieren
✓ Anforderungen und Testmöglichkeiten mit den Hausbanken abstimmen
✓ Unterstützung für die technische Umsetzung frühzeitig buchen

Ist Ihre Portolan-EVM-Umgebung bereits vorbereitet?

Ihre Anfrage wird zentral erfasst, koordiniert und strukturiert bearbeitet.

Was ändert sich bei den SEPA-Formaten?

Mit der Formatgeneration SEPA 3.7 erfolgt der Wechsel auf neuere ISO-20022-Nachrichtenformate. Für SEPA-Überweisungen wird pain.001.001.09 und für SEPA-Lastschriften pain.008.001.08 verwendet.

Die relevanten Zahlungsformate im Überblick

Zahlungsart

Format

SEPA-Überweisungen

pain.001.001.09

SEPA-Lastschriften

pain.008.001.08

Internationale Zahlungen

pain.001.001.09

Warum müssen Unternehmen ihren Zahlungsverkehr anpassen?

Die von Unternehmen erzeugten Zahlungsdateien müssen von den jeweiligen Banken technisch angenommen und verarbeitet werden können. Werden Formate verwendet, die eine Bank nicht mehr akzeptiert, kann es zu Ablehnungen bei der Einreichung kommen.

Die neuen Formate betreffen deshalb nicht nur Banken. Auch die im Unternehmen eingesetzte Finanzsoftware und die Prozesse zur Erstellung und Prüfung von Zahlungsdateien müssen vorbereitet sein.

Unternehmen sollten insbesondere prüfen:

 
  • Welches Format wird aktuell durch die Zahlungssoftware erzeugt?
  • Ist der erforderliche Programm-Fix-Stand installiert?
    à Bei Releasestand EVM 8.60  – bis min. Fix F079 oder höher updaten
    à Bei Releasestand EVM 8.50  – bis min. Fix F173 oder höher updaten
  • Ist der aktuelle EVM-Client auf allen betroffenen Arbeitsplätzen vorhanden?
    à Mindestversion ist die Version 1.9.18 (42)
  • Welche Formate akzeptieren die jeweiligen Hausbanken?

Was muss in Portolan EVM konkret aktualisiert werden?

  1. Aktuellen Programm-Fix-Stand auf IBM i installieren

Auf dem IBM Power System mit IBM i muss der für die neuen SEPA- und Auslandszahlungsformate erforderliche aktuelle Programm-Fix-Stand installiert werden.

Ein vollständiges Upgrade auf den generell neuesten EVM-Release-Stand ist damit nicht gemeint. Entscheidend ist der von Portolan für die jeweilige EVM-Version bereitgestellte Fix-Stand, der die neuen Zahlungsformate unterstützt.

Die Installation kann abhängig von der organisatorischen und technischen Situation durch die eigene IT-Abteilung oder mit Unterstützung von Portolan erfolgen.

  1. Aktuellen EVM-Client installieren

Zusätzlich muss der aktuelle EVM-Client auf allen Arbeitsplätzen installiert werden, an denen Portolan EVM für den Zahlungsverkehr eingesetzt wird.

Die Aktualisierung auf der IBM i allein reicht nicht aus. Für die Nutzung der neuen Funktionen müssen die erforderlichen Komponenten auf der IBM i und auf den betroffenen Arbeitsplätzen zusammenpassen.

Welche Rolle spielen strukturierte Adressdaten?

Mit der neueren ISO-20022-Formatgeneration gewinnen strukturierte beziehungsweise hybride Adressinformationen an Bedeutung. Adressbestandteile können dabei in dafür vorgesehenen Feldern übermittelt werden, statt ausschließlich in freien Adresszeilen zu stehen.

Unternehmen sollten daher auch die Qualität ihrer Adressdaten prüfen. Da die Anordnung von Straße, Hausnummer länderspezifischen Regeln folgt, müssen Stammdaten möglichst standardkonform erfasst sein. Portolan unterstützt dies durch eine länderabhängige Steuerung der Adressausgabe. Voraussetzung hierfür ist jedoch eine korrekte Erfassung der Adressen in den Stammdaten.

Muss auch die Hausbank einbezogen werden?

Ja. Unternehmen sollten ihre Hausbank oder ihre Hausbanken frühzeitig kontaktieren.

Die jeweilige Bank kann Auskunft darüber geben:

  • ab wann sie die bisherigen Formate nicht mehr akzeptiert,
  • welche neuen Formate sie erwartet,
  • ob Freischaltungen oder Änderungen in der Bankverbindung erforderlich sind,

Die genauen Annahme- und Übergangsfristen können sich je nach Bank unterscheiden. Deshalb sollten Unternehmen die für ihre Bankverbindungen geltenden Termine nicht allein aus einer allgemeinen Formatbeschreibung ableiten.

Wer sollte die SEPA-Umstellung im Unternehmen koordinieren?

Die Umstellung sollte zwischen den Bereichen abgestimmt werden, die am Zahlungsprozess beteiligt sind. Dazu können insbesondere gehören:

  • Finanzbuchhaltung
  • Kreditorenbuchhaltung
  • Debitorenbuchhaltung
  • Zahlungsverkehr oder Treasury
  • IT beziehungsweise IBM-i-Administration
  • Stammdatenverantwortliche
  • interne oder externe Systembetreuung

Besonders wichtig ist eine eindeutige Zuständigkeit für die technische Installation, die Abstimmung mit den Banken und die anschließenden Tests.

Was passiert, wenn die Umstellung nicht rechtzeitig erfolgt?

Wenn eine Bank ein bisher genutztes Zahlungsformat nicht mehr akzeptiert, kann die übermittelte Zahlungsdatei abgelehnt werden. Das kann dazu führen, dass Zahlungen nicht wie vorgesehen termingerecht verarbeitet werden.

Mögliche betriebliche Auswirkungen sind:

  • Zahlungen müssen erneut erstellt werden.
  • Fällige Zahlungen können sich verzögern.
  • Fehler müssen kurzfristig durch Buchhaltung und IT geprüft werden.
  • Abstimmungen mit Banken werden unter Zeitdruck erforderlich.
  • Der planmäßige Zahlungsprozess kann beeinträchtigt werden.

Deshalb sollte die Umstellung einschließlich Installation, Bankabstimmung und Tests vor dem genannten Stichtag abgeschlossen sein.

Häufig gestellte Fragen zur SEPA-Umstellung 2026

Für SEPA-Überweisungen ist das Format pain.001.001.09 und für SEPA-Lastschriften das Format pain.008.001.08 vorgesehen. Internationale Zahlungen werden ebenfalls auf Basis von pain.001.001.09 bereitgestellt

Der von der Deutschen Kreditwirtschaft festgelegte Termin ist der 15. November 2026. Unternehmen sollten die Installation und die Tests deutlich vor diesem Termin einplanen.

Nicht zwingend. Erforderlich ist der aktuelle Programm-Fix-Stand, der die neuen Zahlungsformate für die eingesetzte EVM-Version unterstützt. Die Formulierung „Programm-Fix-Stand“ ist wichtig, weil nicht pauschal ein vollständiger Releasewechsel gemeint ist.

Nein. Zusätzlich muss der aktuelle EVM-Client auf allen Arbeitsplätzen installiert werden, an denen Portolan EVM genutzt wird.

Im Beitrag wird die Formulierung IBM Power System mit IBM i beziehungsweise kurz IBM i-Umgebung verwendet.

Ja. Auch der Auslandszahlungsverkehr ist betroffen. Das bisherige DTAZV-Format wird durch ein ISO-20022-basiertes die EBICS-Auftragsart AXZ auf Grundlage von pain.001.001.09 ersetzt.

Das hängt von der Annahmefrist der jeweiligen Bank ab. Die vorhandenen Fachinformationen nennen November 2026 für das Auslaufen mehrerer älterer Formate. Die verbindliche Annahmefrist sollte dennoch mit jeder betroffenen Hausbank geklärt werden.

Sofern die erforderlichen Kenntnisse und Berechtigungen vorhanden sind, kann die Installation durch die eigene IT-Abteilung erfolgen. Alternativ kann Unterstützung durch Portolan gebucht werden.

Die Anfrage erfolgt zentral über das Buchungsportal. Dadurch kann sie koordiniert, priorisiert und dem passenden Ansprechpartner zugeordnet werden.

Jetzt SEPA-Umstellung verbindlich einplanen

Der technische Aufwand ist in vielen Umgebungen gut planbar. Kritisch wird die Umstellung vor allem dann, wenn Installation, Client-Verteilung, Bankabstimmung und Tests erst kurz vor dem Stichtag beginnen.

Sind Fix-Stand, EVM-Client und Bankabstimmung bereits geklärt?

Wenn Sie diese Frage nicht eindeutig mit „Ja“ beantworten können, planen Sie die nächsten Schritte jetzt ein.

Ihre Anfrage geht zentral bei Portolan ein und wird strukturiert bearbeitet. So können die erforderlichen Maßnahmen koordiniert und rechtzeitig umgesetzt werden.

Fazit: SEPA-Umstellung nicht bis November aufschieben

Für die Umstellung auf die neuen SEPA- und Auslandszahlungsformate müssen Portolan-EVM-Anwender den erforderlichen aktuellen Programm-Fix-Stand auf ihrer IBM i-Umgebung und den aktuellen EVM-Client installieren.

Darüber hinaus sollten Unternehmen ihre Hausbanken einbeziehen, die verwendeten Stammdaten prüfen und ausreichend Zeit für Tests vorsehen.

Die vier entscheidenden Schritte sind:

  1. Aktuellen Stand der Portolan-EVM-Umgebung prüfen
  2. Erforderlichen Programm-Fix-Stand und EVM-Client installieren
  3. Anforderungen mit den Hausbanken abstimmen
  4. Zahlungsformate vor der produktiven Nutzung testen

Warten Sie nicht bis kurz vor dem 15. November 2026.

Jetzt Unterstützung für die SEPA-Umstellung buchen: